Das IEHK beim „1. WZL/IMA Industrial Internet of Things Hackathon“

19.01.2018
  Gruppenbild mit allen Teilnehmern des Hackathons Urheberrecht: WZL der RWTH Aachen University Gruppenbild mit allen Teilnehmern des Hackathons

Im Zeitalter der Industrie 4.0 ergeben sich neue Themenfelder, die nur durch Anwendung innovativer Methoden, wie z.B. der künstlichen Intelligenz, erfolgreich gelöst werde können. Inzwischen befasst sich neben der Wissenschaft auch die Industrie mit Fragestellungen nach smarten und bis ins Detail optimierten Produktionsketten.

Um möglichst vielfältige Lösungsansätze für aktuelle Problemstellungen zu generieren, organisieren Forschungseinrichtungen und Firmen sogenannte Hackathons. Dies sind Wettbewerbe, bei denen in einem festgelegten Zeitraum von wenigen Tagen konkrete Aufgabenstellungen von Teams durch die Programmierung und Anwendung von Algorithmen gelöst werden. Programmierinteressierte haben dadurch die Möglichkeit, aufgrund ihrer Fähigkeiten einen gemeinsamen Lösungsbeitrag für computerbasierte Fragestellungen der Industrie und Wissenschaft zu generieren. Während die besten Programmiergruppen sich über ein Preisgeld freuen können, erhalten die Organisatoren interessante Ansätze zu ihren Aufgabenstellungen. Aufgrund dieses Gewinns für alle Beteiligten wecken Hackathons zunehmend weltweites Interesse, so auch an der RWTH Aachen University.

Unter dem Slogan „1. WZL/IMA Industrial Internet of Things Hackathon“ fand vom 19. - 21.01.18 ein Hackathon für Machine Learning in der Produktionstechnik in Aachen statt. Organisiert wurde das Event, bei dem knapp 60 hochmotivierte Teilnehmende über 48 Stunden gemeinsam programmierten, durch den Freundeskreis des Werkzeugmaschinenlabors WZL sowie durch das Cybermetics Lab IMA/ZLW & IfU der RWTH Aachen University. Die Preise wurden von der Firma Feintool sowie dem VDI Aachen gesponsert.

Eine von vier Aufgaben des Hackathons wurde vom Lehr- und Forschungsgebiet für Werkstoff- und Bauteilintegrität (Prof. Münstermann) gestellt. Sie bestand darin, durch künstliche Intelligenz Poren auf Bildern von duktilen Bruchflächen zu erkennen, zu analysieren und auszuwerten. Frau Dr. Brinnel, Leitung der Arbeitsgruppe Bauteilintegrität im Lehr- und Forschungsgebiet, vertrat hierbei das IEHK in der Jury, die über die Vergabe der Preisgelder entschied.

Insgesamt befassten sich während des Wochenendes fünf Teams von jungen Programmierern mit dieser Aufgabe. Sie konnten am Ende beeindruckende Herangehensweisen sowie Lösungen präsentieren. Die entwickelten Algorithmen können nun genutzt werden, um Modellierungseingangsgrößen für schädigungsmechanische Modelle quantitativ zu bestimmen.

Herr Professor Münstermann und die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Bauteilintegrität bedanken sich ganz herzlich bei allen Teilnehmern der Teams „Gymformatiker“, „Supervisioners“, „Deep Unicorn“, „Cooky Factory“ und „digitalPriests“ für die aufschlussreichen Diskussionen und die tollen Ergebnisse.

An dieser Stelle möchten wir den Teams „DigitalPriests“ und „Gymformatiker“ zu einem starken dritten Gesamtplatz beim 1. WZL/IMA Industrial Internet of Things Hackathon bzw. zum Nachwuchs-förderpreises gratulieren.

  Analyse Urheberrecht: RWTH Gegenüberstellung der duktilen Bruchfläche und der Auswertung durch die Porenanalysesoftware des Teams Gymformatiker