Gesamtschule Kohlscheid besucht zum vierten mal das IEHK

01.06.2014

Nach den erfolgreichen Besuchen der vorherigen Technikgruppen im Institut für Eisenhüttenkunde (IEHK) kamen nun auch die Technikgruppen des zweiten Halbjahres in den Genuss dieses außergewöhnlichen Unterrichts.

 

Technik zum Anfassen und Mitmachen, Experimentieren dürfen und Einblicke erhalten in

Gebiete, die so in der Schule nicht vermittelt werden können, ist ein besonderes Privileg, das die Fünftklässler mit sichtlicher Begeisterung und Interesse nutzen durften.

Die beiden Werkstoffingenieurinnen Eva Robens und Kirsten Dahmen haben sich mit ihrem Team wieder große Mühe gegeben, wissenschaftliche Zusammenhänge schülergerecht zu präsentieren.

An verschiedenen Stationen erfuhren die kleinen Forscher interessante Dinge über den Einfluss von Temperatur auf verschiedene Stähle, lernten anschaulich, dass es Metalle gibt, die sich an ihre ursprüngliche Form erinnern wenn man sie verbiegt und nachfolgend mit heißem Wasser übergießt und dass Metalle beim Umformprozess Wärme entwickeln.

Besonderes Interesse weckte ein Versuch mit flüssigem Stickstoff, in den mit Luft oder Wasser gefüllte Luftballons getaucht wurden. Dass Stahlproben zerrissen werden können, konnten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll an einer Maschine verfolgen, an der Stahlteile z. B. für die Autoindustrie auf ihre Qualität überprüft werden.

Die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teams gingen auf die vielen Fragen der Schüler ein und erklärten die Zusammenhänge mit großer Geduld. Egal ob Fotos mit der Wärmebildkamera gemacht oder verschiedene Alltagsgegenstände unter dem

Mikroskop betrachtet wurden, immer gab es eine Parallele zu Anwendungen aus der Forschung und zu praktischer Anwendung in der Arbeitswelt.

Strahlende und staunende Augen zeigen, dass diese Form des Unterrichts begeistert und zu nachhaltigem Lernen führt. Auch die Kinder dieser Gruppe durften wieder selbst Hand anlegen. Näpfchenziehen heißt das Verfahren das deutlich macht, wie z.B. Getränkedosen gefertigt werden. In einem chemischen Prozess wurden Figuren aus Stahlblech mit einer Kupferschicht überzogen.

Jedes Kind durfte diese Verfahren unter Aufsicht selbst ausführen und die fertigen Resultate mit nach Hause nehmen.

Bereits bei jungen Schülerinnen und Schülern das Interesse für die Werkstoffprüfung zu wecken und besonders Eisen und Stahl in den Fokus zu nehmen ist das Ziel des Instituts. In einigen Jahren wird es vielleicht einige Studenten am Institut für Eisenhüttenkunde geben, die den Grundstein zur Studienwahl an diesem Tag gelegt haben.