STRUCMAT-Initiative an der RWTH

04.06.2014
 

Werkstoffe und Werkstofftechnologien sind die Basis und der Motor für Produkte und Produktinnovationen. Bereits im November 2008 hat die deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) für die Wissenschaftsdisziplinen Materialwissenschaft und Werkstofftechnik Empfehlungen zur Profilierung und zukünftigen Ausrichtung wissenschaftlicher Schwerpunkte veröffentlicht. Eine der wichtigsten Botschaften war dabei, dass für Produktinnovationen Materialien benötigt werden, deren Eigenschaftsprofile maßgeschneidert für konkrete Anwendungsfälle sind. Da zunehmend kurze Entwicklungszyklen für neue Werkstoffe und die benötigten Produktionsprozesse gefordert werden, kommt neuen Entwicklungsmethoden eine Schlüsselrolle zu. Die besondere Bedeutung der Simulationsmethoden für Forschung und Entwicklung wurde im Frühsommer 2014 in einem Positionspapier des Wissenschaftsrats nochmals detailliert herausgearbeitet, wobei die Empfehlung zur Entwicklung struktureller Maßnahmen zur Förderung von Simulationsmethoden als Querschnittsdisziplin in Ausbildung und Forschung formuliert wurde. Innerhalb des Profilbereichs Materials Science and Engineering (MATSE) an der RWTH hat sich deshalb die Gruppe StrucMat gebildet, die gemeinsam mit Wissenschaftlern des Forschungszentrum Jülich, der DLR in Köln, des MPIE in Düsseldorf und des Dechema-Forschungsinistituts in Frankfurt neue Schwerpunkte der Forschung an Strukturwerkstoffen entwickeln wollen. Die Professuren schlagen die Brücke zwischen den natur- und materialwissenschaftlichen Grundlagen, den Rohstoffen, der Metallurgie, der Werkstoff- und Verarbeitungstechnik bis hin zum Recycling.