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22.03.12 13:18

Dörrenberg Studien Award 2012

 

Dörrenberg Studien Award 2012 für Nadine Nikolei und Andreas Stieben, Studenten am Institut für Eisenhüttenkunde der RWTH Aachen

Gewinner (vorne, v.l.): Andreas Stieben, Miriam Fett, Timo Fuhrmann, Nadine Nikolei

Jury (hinten, v.l.) : Dr. Stahl (Firma Dörrenberg), Dr. Escher (Firma Dörrenberg), Prof. Dr. Zoch (IWT Bremen), Herr Böhner (Firma Dörrenberg)

 

Am 23. Februar 2012 wurde zum vierten Mal der Dörrenberg Studien Award zur Förderung junger Nachwuchsingenieure aus dem Fachgebiet der Werkstofftechnik verliehen. Die Firma Dörrenberg mit Sitz in Engelskirchen-Ründeroth vergibt seit 2009 jährlich den Dörrenberg Studien Award für ausgezeichnete Studien- oder Bachelorarbeiten mit werkstofftechnischem Schwerpunkt.

In diesem Jahr wurden vier Studierende aus Aachen, Duisburg-Essen und Rostock zur Teilnahme an der Endrunde eingeladen und ausgezeichnet. Zur Aufgabe gehörte es, in einer jeweils 20-minütigen Präsentation eine eigene Arbeit, die bei jedem der Kandidaten von der Universität zuvor mit einem „sehr gut“ bewertet wurde, vorzustellen und in einer anschließenden Diskussion zu verteidigen.

Für Ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Verformungsinduzierte Umwandlung von Restaustenit in Stählen nach der „Quenching and Partitioning“-Behandlung“ erhielt Nadine Nikolei den 1. Platz. Bei dem „Quenching and Partitioning“-Konzept wird ein Gefüge aus Restaustenit in einer Matrix aus angelassenem Martensit eingestellt. Die Studentin konnte in Ihrer Arbeit für repräsentative Q&P-Gefüge das Auftreten des TRIP-Effekts nachweisen. Zudem zeigten die untersuchten Q&P-Gefüge gegenüber vergleichbaren Legierungen aus der Literatur höhere Festigkeiten bei Bruchdehnungen in derselben Größenordnung. Nadine Nikolei studiert derzeit im ersten Mastersemester Werkstoffingenieurwesen mit der Vertiefungsrichtung Eisenhüttenkunde.

Andreas Stieben belegte mit seiner Studienarbeit mit dem Titel „3D-Lichtmikroskopie-Untersuchung eines bainitischen Gefüges“ den 2. Platz. Er konnte mit seiner Arbeit das dreidimensionale Gefüge des bainitischen Stahls erfassen. Dadurch konnte die dreidimensionale Ausprägung des Bainits untersucht und quantitativ vermessen werden. Andreas Stieben studiert im zehnten Semester Metallurgie und Werkstofftechnik und befasst sich zurzeit im Rahmen seiner Diplomarbeit mit dem Werkstoffverhalten hochaluminiumhaltiger Stähle für den Einsatz in schadenstoleranten Bauteilen.

Beide Preisträger werden von Univ. Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Bleck betreut.