Alexander Gramlich erhält Otto-Kienzle-Preis

05.07.2021
 

Alexander Gramlich erhält Otto-Kienzle-Preis

Alexander Gramlich mit Urkunde des Otto-Kienzle-Preises Urheberrecht: © IEHK

Alexander Gramlich, Doktorand am Institut für Eisenhüttenkunde, ist mit dem diesjährigen Otto-Kienzle-Preis des Industrieverbands Massivumformung e. V. ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich für herausragende Ergebnisse im Bereich der Massivumformung sowie für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche verliehen. Im Projekt „LHD-Schmiedestahl 2“ konnte Alexander Gramlich einen neuen lufthärtenden Schmiedestahl entwickeln, welcher aufgrund seiner verkürzten Prozessroute große Mengen an CO2-Emissionen einspart. Die mechanischen Eigenschaften bleiben hierbei auf dem Niveau der klassischen Vergütungsstähle oder übertreffen diese sogar hinsichtlich der zyklischen Festigkeit. Die Entwicklung der Legierung wurde zunächst am IEHK im Labormaßstab durchgeführt. Im Anschluss an die Entwicklungsphase wurde eine 40 t - Schmelze industriell hergestellt und zu unterschiedlichen Schmiedebauteilen wie beispielsweise Federbügeln (ca. 2 kg) und Planetenträger (ca. 250 kg) weiterverarbeitet. Das erfolgreich abgeschlossene Projekt zeigt auf, dass die Entwicklung neuer Stähle auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird und dass der Werkstoff Stahl keinesfalls im Wiederspruch zu einer CO2-neutralen Gesellschaft steht.